Nach den Sommermonaten Juli und August wird es auf Europas Straßen wieder ruhiger. Ab Mitte Dezember geht es dann jedoch wieder mit dem Urlaubsverkehr los. Dann locken nicht so sehr Strände und Meer, sondern viel eher Gebirge und warme Après-Skihütten.
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Nach den Sommermonaten Juli und August wird es auf Europas Straßen wieder ruhiger. Ab Mitte Dezember geht es dann jedoch wieder mit dem Urlaubsverkehr los. Dann locken nicht so sehr Strände und Meer, sondern viel eher Gebirge und warme Après-Skihütten.Wer unbedingt mit dem Wagen in den Winterurlaub will, der sei gewarnt. Der ADAC befürchtet nämlich ein Verkehrschaos in den Alpen. Die Winterurlauber müssten in dieser Saison mit starken Behinderungen und Staus rechnen. Grund dafür sei die nach dem schweren Verkehrsunfall andauernde Sperrung des Gotthard-Tunnels. Der bliebe wahrscheinlich sogar noch bis in den nächsten Sommer hinein geschlossen. Die Nord-Süd-Route durch den San Bernadino-Tunnel ist für den ADAC auch keine Alternative, weil der Tunnel in letzter Zeit immer öfter aufgrund von Verkehrsunfällen vorübergehend geschlossen werden musste.Es sieht also nicht gut aus für diejenigen, die mit dem Wagen in und über die Schweizer Alpen wollen.Die Bernadino-Route sei zu einer der gefährlichsten Strecken Europas geworden. Seit dem Unglück im Gotthard-Tunnel hat sich der Schwerverkehr durch das 34 Jahre alte Bauwerk immerhin versiebenfacht. Der ADAC gibt dem Tunnel die Note 'mangelhaft'. Um neben den derzeitigen gewaltigen Verkehrsbehinderungen ein wahres Verkehrschaos zu verhindern, planen Schweizer Behörden, die Pass-Straßen, unter anderem auch den Gotthardpass, erstmals seit rund 20 Jahren im Winter zu öffnen. Bedingung dafür ist allerdings, dass die Schneemassen auch beherrschbar sind und keine Lawinengefahr besteht. Kritiker sind der Meinung, dass dies keine Alternative sei, da die Pässe bereits bei stärkerem Schneetreiben geschlossen werden müssen.Der ADAC empfiehlt autofahrenden Skihasen, die nach Norditalien oder in die Südschweiz wollen, einen Umweg über den österreichischen Brenner-Pass in der Nähe von Innsbruck zu machen. Das sei aber kein Geheimtipp, da man auch hier mit einem weitaus größeren Verkehrsaufkommen rechnen muss.Da gibt es nur eine echte Alternative: Der Wagen bleibt zuhause in der Garage und der Winterurlaub beginnt mit einer Zugfahrt. Wenn der Wagen jedoch unbedingt dabei sein soll, dann kann man auch bis vor den für Kraftfahrtzeuge gesperrten Gotthard-Tunnel fahren und das Auto auf den Zug umladen und von Göschenen bis Ariola durch den Eisenbahntunnel transportieren lassen.Wer sich den Luxus eines Winterurlaubs in Skigebieten nicht leisten kann und/oder will, ist sich spätestens jetzt bewusst, dass ein paar Tage Ruhe zuhause, ohne Autobahn-, Stau-, Lawinen- und Urlaubsstress mit Sicherheit genauso erholsam und vielleicht sogar der wahre Luxus sind.