In den letzten Jahrzehnten hatte man bei drohendem Krieg zwischen Ost und West höllische Angst vor Atombomben. Heute sollen die Menschen nicht mehr zu Tode bestrahlt werden, sondern so zu sagen ganz einfach erkranken. Dazu benutzt man dann Biowaffen, die ähnlich wie eine Atombombe funktionieren. Nach Art der Atomkettenreaktion verbreiten sich die Viren im Nu von Mensch zu Mensch und rotten die menschliche Spezies aus. Das bei Kriegsherren beliebteste Massenvernichtungsmittel aus dem Biolabor ist derzeit das Pockenvirus.
...

In den letzten Jahrzehnten hatte man bei drohendem Krieg zwischen Ost und West höllische Angst vor Atombomben. Heute sollen die Menschen nicht mehr zu Tode bestrahlt werden, sondern so zu sagen ganz einfach erkranken. Dazu benutzt man dann Biowaffen, die ähnlich wie eine Atombombe funktionieren. Nach Art der Atomkettenreaktion verbreiten sich die Viren im Nu von Mensch zu Mensch und rotten die menschliche Spezies aus. Das bei Kriegsherren beliebteste Massenvernichtungsmittel aus dem Biolabor ist derzeit das Pockenvirus. Wer naiv ist und offiziellen Informationen glauben schenkt, der darf beruhigt sein, denn angeblich werden die Pockenviren nur noch in zwei Hochsicherheitslabors in Atlanta, USA und in Russland aufbewahrt. Aber es heißt auch - und scheint wohl die wahrscheinlichere Variante zu sein - dass es mit Pockenviren bestückte Biowaffen gibt. Israel gab vor einigen Jahren sogar zu, das Pockenvirus zu besitzen. Der letzte Pockenfall in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) trat im Jahre 1972 bei einem jugoslawischen Gastarbeiter auf. 1980 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Pocken für weltweit ausgerottet. 2003 kündigt die deutsche Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) an, den Vorrat an Pocken-Impfungen schon bis zum 1. April 2003 auf 66 Millionen Dosen auszubauen - zum Schutz vor Terrorangriffen mit Pockenviren. Bis Ende des Jahres werde die Regierung den Impfvorrat für die rund 80 Millionen BürgerInnen auf 100 Millionen Dosen aufgestockt haben. Gleichzeitig ist immer wieder zu hören, dass derzeit niemand von einer realen Gefährdung durch Pocken ausgeht. Vorsorgliche Reihenimpfungen wird es auch nicht geben. Erst beim Auftreten eines Pockenfalls soll mit den Impfungen begonnen werden. Dann kommen zuerst Ärzte, Hilfs-, Rettungs- und Pflegepersonal an die Reihe. Infizierte könnten auch noch mehrere Tage nachgeimpft werden. Im Ernstfall müsste jedoch die gesamte Bevölkerung geimpft werden. Dazu werden in einigen Bundesländern jetzt Schulungen durchgeführt, um Ärzte wieder mit dem Krankheitsbild und der Impfmethode vertraut zu machen. Der Pockenerreger wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das heißt, dass schon ein leichtes Husten oder Niesen eines Infizierten ausreicht, um das Virus weiterzugeben. Auch verseuchte Gegenstände, wie Kleidung und Decken können den Erreger verbreiten. Symptome der Krankheit sind hohes Fieber, Mattigkeit, Kopf-, Kreuz- und Glieder- schmerzen. Nach einigen Tagen bilden sich erst im Mund und dann am Körper Pusteln, die sich mit Wasser und Eiter füllen. Eine wirksame Therapie gegen die Pockenkrankheit gibt es nicht. In 30 Prozent der Fälle endet die Krankheit mit dem Tod. Der Preis für die Schutzmaßnahmen gegen das neue Schreckensgespenst namens Pockenvirus wird inoffiziell auf 160 Millionen Euro geschätzt. ausrotten: uitroeien. bestücken: uitrusten. derzeit: thans. der Eiter: pus, etter. der Erreger: verwekker. der Gegenstand: ding. die Gefährdung: bedreiging. höllisch: gruwelijk. die Impfung: vaccinatie. jedoch: echter. im Nu: in een wip. die Pustel: puist. verbreiten (hier): verspreiden. verseugen: besmetten.