Rudolf Scharping (SPD) ist Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und kein Neuling auf dem politischen Parkett. Trotzdem gerät der Berufspolitiker regelmäßig durch peinliche Pannen in die Schlagzeilen. Zuletzt, als er sich mit Lebensgefährtin Kristina Gräfin Pilati von Thassul zu Daxberg-Borggreve - geborene Paul, in einer Fotoserie in dem Klatschmagazin 'Bunte' als frisch verliebtes Paar im Swimmingpool auf Mallorca darstellen ließ, während sich die ersten deutschen Soldaten auf den umstrittenen und riskanten Mazedonien-Einsatz vorbereiteten.
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Rudolf Scharping (SPD) ist Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und kein Neuling auf dem politischen Parkett. Trotzdem gerät der Berufspolitiker regelmäßig durch peinliche Pannen in die Schlagzeilen. Zuletzt, als er sich mit Lebensgefährtin Kristina Gräfin Pilati von Thassul zu Daxberg-Borggreve - geborene Paul, in einer Fotoserie in dem Klatschmagazin 'Bunte' als frisch verliebtes Paar im Swimmingpool auf Mallorca darstellen ließ, während sich die ersten deutschen Soldaten auf den umstrittenen und riskanten Mazedonien-Einsatz vorbereiteten. 1995 war Scharping noch SPD-Chef und setzte den Kameraden Gerhard Schröder nach einem heftigen Streit als SPD-Wirtschaftssprecher ab. Als Schröder dann 1998 bei der Bundestagswahl siegte, wurde Scharping verpflichtet seinen Platz als Fraktionschef zu räumen und gegen seinen Willen das Amt des Verteidigungsministers zu bekleiden. Der ohnehin nicht besonders charismatische Politiker gab nun erst recht keine gute Figur ab. Arroganz wurde ihm vorgeworfen, auch innerhalb der eigenen Partei. Als er im letzten Jahr eine tiefgreifende Reform der Bundeswehr durchführte, sank sein Beliebtheitsgrad auf einen Tiefststand. Nicht nur bei der Bevölkerung, auch bei Politikerkollegen kam Kritik auf, als er im Dezember 2000 mit seiner neuen Lebensgefährtin, Frau Pilati, auf eine Dienstreise mit ansehnlichem Kulturprogramm in den Nahen Osten ging. Kurz darauf stellte sich das Paar offiziell beim netten Fernseh-Plauderer Alfred Biolek vor, und legte Zeugnis seiner Liebe ab. Der ansonsten verkrampfte SPD-Mann versuchte vor einigen Wochen erneut den deutschen Wählern seine versteckte, gefühlvolle Seite zu präsentieren. Er bestellte dafür extra Fotografen nach Mallorca an den Pool, in dem er sich mit Frau Pilati liebestaumelnd und planschend eine neue Identität zu verschaffen suchte. Der Verteidigungsminister hat sein Ziel jedoch verfehlt - die Aktion 'eigentlich bin ich ganz spontan' - war ein Schlag ins Wasser. Während sich Scharping nämlich um die Bekanntgabe seines Gefühlshaushalts kümmerte, mussten die ersten deutschen Soldaten zum viel diskutierten Einsatz in Mazedonien anrücken. Einen schlechteren Zeitpunkt für seine forcierte Imagekampagne hätte der Minister sich nicht ausdenken können. Die Opposition forderte seinen Rücktritt und warf ihm zudem vor, er sei mit Luftwaffenmaschinen nach Mallorca und auffällig häufig von Berlin nach Frankfurt am Main geflogen, dem Wohnort von Frau Pilati. Scharping dementierte zwar, kam aber trotzdem vor den Verteidigungsausschuss. Die Affäre um die plötzlich aufgetretene so andere Seite von Verteidigungsminister Scharping ist noch nicht vom Tisch. Des Ministers Noch-Ehefrau Jutta Scharping erklärte der Presse: 'Das mit der Badehose hätte er sich nicht antun müssen'. Den deutschen Wählern übrigens auch nicht.die Beliebtheit: populariteit. die Bundestagswahl: parlementsverkiezingen. der Fraktionschef: fractievoorzitter. häufig: vaak. der Nachfolger: opvolger. der Plauderer: gezellige prater. der Rücktritt: aftreding. die Schlagzeile: krantenkop. trotzdem: ondanks het feit dat, hoewel. der Verteidigungsminister: minister van Defensie. im Wasser planschen: in het water ploeteren. zuletzt (hier): onlangs.