"Nichts auf der Welt konnte sie trennen", lautete der Werbeslogan für die weltgrößte Liebesschnulze mit Katastrophenappeal vor sozialdramatischem Hintergrund. "Titanic" erzählt die Geschichte der ersten großen Liebe zwischen der aus begütertem Hause stammenden Rose und dem Zwischendeck-Passagier Jack, auf der tragischen Jungfernfahrt des sagenhaften Luxusliners.
...

"Nichts auf der Welt konnte sie trennen", lautete der Werbeslogan für die weltgrößte Liebesschnulze mit Katastrophenappeal vor sozialdramatischem Hintergrund. "Titanic" erzählt die Geschichte der ersten großen Liebe zwischen der aus begütertem Hause stammenden Rose und dem Zwischendeck-Passagier Jack, auf der tragischen Jungfernfahrt des sagenhaften Luxusliners. Der Streifen, in dem selten Sätze mit mehr als fünf Wörtern gesprochen werden, nervt vor allem wegen dem Geschrei, das von der ersten bis zur letzten Szene anhält. Trotzdem konnte das im Film gezeigte wunderschöne Tischporzellan 17,98 Millionen Zuschauer in die Kinos locken und damit zum kommerziell erfolgreichsten Film aller Zeiten avancieren. Solche Zuschauerzahlen wird Rasmus Hirte, ein junger deutscher Filmemacher, mit seinem "Titanic"-Film wohl nie verbuchen können. Dafür ist der Deutsche aber mit scheinbar wissenschaftlicher Sorgfalt an das Thema herangegangen und behauptet nun, die einzige wahre "Titanic"-Geschichte zu erzählen. Hirte glaubt zu wissen, dass damals eine ägyptische Mumie an Bord der "Titanic" war. Die soll sich zum Zombie verwandelt und alle Männer auf dem Schiff zu Artgenossen gemacht haben, denn schließlich waren es Männer gewesen, die sie im ewigen Schlaf gestört hatten. Die Frauen erkannten die Situation und heckten einen Plan zur Rettung der Menschheit aus. Sie sorgten ganz einfach für den Untergang der Titanic. Die ausgeklügelte Rettungs- und Überlebensstrategie des weiblichen Geschlechts war ein glatter Erfolg, denn bei dem Unglück wurden nur Frauen und Kinder gerettet. In dem 60-minütigen Spielfilm beweist Hirte, dass das Drama auf dem Liner eigentlich ein harter Kampf zwischen den Geschlechtern war. Es besteht also kein Zweifel, Hirtes "Titanic"-Streifen ist ein Frauenfilm. Der deutsche Filmemacher hat auf Super 8 und in Manier des Stummfilms gedreht. Da er den Film ohne amerikanische Produzenten und mit eigenem, minimalem Budget machte, müssen die Produktionskosten jetzt ohne große Werbemöglichkeiten eingespielt werden. Der Filmemacher zieht jetzt mit seinen Hauptdarstellern durch deutsche Landen und konnte seine wahre "Titanic"-Geschichte bereits an mehrere begeisterte Kinobesitzer verleihen.ausklügeln: spitsvondig uitknobbelen. der Erfolg: succes. das Porzellan: porselein. der Streifen: film. die Schnulze: smartlap. trennen: scheiden.