bereits: reeds, al; billig: goedkoop; das Denkmal: monument; das Gutachten: rapport; der Hinweis: tip; horrend: enorm; der Hubschrauber: helikopter; der Innenminister: minister van Binnenlandse Zaken; kostspielig: duur; sachdienlich: doelmatig; die Schmiererei: geknoei, geklad(der); das Stelldichein: rendez-vous; das Treffen: bijeenkomst; tatsächlich: werkelijk; die Veranstaltung: bijeenkomst; sich vergehen: zich vergrijpen; zerstören: verwoesten. ...

bereits: reeds, al; billig: goedkoop; das Denkmal: monument; das Gutachten: rapport; der Hinweis: tip; horrend: enorm; der Hubschrauber: helikopter; der Innenminister: minister van Binnenlandse Zaken; kostspielig: duur; sachdienlich: doelmatig; die Schmiererei: geknoei, geklad(der); das Stelldichein: rendez-vous; das Treffen: bijeenkomst; tatsächlich: werkelijk; die Veranstaltung: bijeenkomst; sich vergehen: zich vergrijpen; zerstören: verwoesten. Überall sind sie zu sehen: Graffitis und Tags. Da ist Berlin keine Ausnahme. In Deutschlands Hauptstadt fand jetzt der 1. Internationale Anti-Graffiti-Kongress statt - ein Treffen von Graffiti-Gegnern aus aller Welt. Initiator der Veranstaltung ist die Berliner Anti-Graffiti-Initiative "Nofitti", die eine Null-Toleranz-Strategie nach skandinavischem Vorbild fordert. Schirmherr für das internationale Stelldichein der Saubermänner ist Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Der gibt sich im Kampf gegen die so genannten Schmierereien gemäßigter und setzt auf Zuwendung und altersgemäße Angebote, um Jugendlichen den Weg aus der Szene zu zeigen. In den skandinavischen Ländern werden horrende Geld- und sogar Haftstrafen verhängt. Dort hätte die Zahl der Schmierereien in den letzten Jahren drastisch abgenommen. So schnell schießen die Preußen jedoch nicht. In Deutschland muss erst anhand eines Gutachtens nachgewiesen werden, dass das auf die privaten und öffentlichen Immobilien gesprühte Werk die Substanz des Gebäudes beschädigt. Demnächst soll ein neues deutsches Strafrecht jedoch auch schon dann greifen, wenn das äußere Erscheinungsbild gegen den Willen des Eigentümers oder eines sonst Berechtigten verändert wird. Bis dahin können sich Sprayer relativ angstlos an nackte Wände ranmachen. Berliner Graffiti-Gegner sprechen gar von einem Sprayer-Tourismus. Sprüher aus Skandinavien würden mit Billig-Fluggesellschaften nach Berlin, ins Graffiti-Eldorado, reisen, und sich dort straffrei und schamlos an deutschen Immobilien vergehen. In Berlin-Charlottenburg wird seit einigen Tagen besonders raffiniert gegen die Farbschmierer vorgegangen. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung eines Sprühers führen, zahlt der Baustadtrat bis zu 750 Euro - abhängig von der Größe des Graffitis. Mit solchen Spielereien gibt sich Innenminister Otto Schily nicht ab. Er lässt mit Hubschraubern nach Sprühern fahnden. Der Innenminister erklärte, Sprayer beschädigten Häuser, zerstörten das Stadtbild, machten nicht einmal vor Denkmälern halt und die Beseitigung der Schäden koste Jahr für Jahr viele hundert Millionen Euro. Kontrolllose Zustände mag Schily überhaupt nicht leiden. Er machte in Berlin tatsächlich mit Hubschraubern Jagd nach Sprayern. Von 22.00 Uhr bis 3.00 Uhr in der früh knatterten die Rotoren über die Innenstadt und raubten den Stadtbewohnern den Schlaf. Das stört den Innenminister nicht weiter, er freut sich über den vermeintlichen Erfolg der kostspieligen Aktion. Der Einsatz von Wärmebildkameras im Krieg gegen die Schmierer führte nämlich zur Festnahme von vier Sprühern. Zudem konnten mit dem Terminator-Spektakel acht geplante Sprüh-Aktionen verhindert werden. Die Debatte um Graffitis wurde allerdings von einem tragischen Unfall überschattet. Kurz nach dem Kongress kam in Berlin ein 18-Jähriger ums Leben, als er mit zwei weiteren Jugendlichen unter einer Zugbrücke Graffitis fotografierte. Der junge Mann stand mit dem Rücken zum Zug, den er zu spät bemerkte. In einer Kurve wurde der Fotograf seitlich vom Zug erfasst und starb noch am Unfallort. Bereits im Monat Dezember 2004 war ein 23-jähriger Sprayer in Berlin von einem S-Bahn-Zug erfasst worden. Neben der Leiche wurden Sprühdosen und eine Kamera gefunden.